Was bieten Sie an?

Wenn sich jemand für einen Praktikumsplatz bewirbt, wissen beide beteiligten Seiten, dass der zukünftige Praktikant noch nicht die Kenntnisse mitbringt, die zur selbstständigen Erfüllung aller Alltagsaufgaben eines Übersetzers nötig sind.

Der Praktikant sollte daher schon von Beginn an signalisieren, dass er bereit ist zu lernen und sich in Notwendigkeiten und neue Situationen einzuarbeiten.

Wichtig ist jedoch, dem Arbeitgeber zu zeigen, was man schon alles kann und was eventuell ausbaufähig ist, nicht, was alles noch nicht beherrscht wird.



Wichtige Kenntnisse, die unbedingt vorhanden sein sollten, betreffen die Arbeit mit dem Computer und mit den wichtigsten Programmen zur Terminologiearbeit oder zur Tabellenkalkulation.

Textverarbeitung ist Voraussetzung und muss nicht extra hervorgehoben werden. Schon in der Bewerbung gilt es, sich zu repräsentieren.

Wer sich bereits vor Absenden der eigentlichen Bewerbung um den Praktikumsplatz mit dem Unternehmen in Verbindung setzt und eventuell nachfragt, welche Unterlagen denn für eine Bewerbung gewünscht sind, zeigt Aktivität und Selbstständigkeit, zwei Eigenschaften, die immer gut aufgenommen werden.

Wer über Erfahrungen aus dem Ausland verfügt, sollte damit nicht hinter den Berg halten.

Wichtig sind zudem Kenntnisse der gängigen Korrekturzeichen. Wer diese beherrscht und zudem noch in der Lage ist, selbstständig zu arbeiten, bekommt eventuell öfter die Aufgabe zugeteilt, Übersetzungsarbeiten zu korrigieren.

Hierbei kann der Praktikant sehr viel lernen und er sollte sich nicht selbst um diese Chance bringen, indem er entweder auf dem Gebiet über keinerlei Kenntnisse verfügt oder dadurch, dass er nicht sorgfältig genug arbeitet.

Während des Praktikums hat der Praktikant genügend Zeit, seine Eigenschaften und Kenntnisse zu repräsentieren und er sollte unbedingt darauf achten, dass die von ihm erwähnten Kenntnisse auch tatsächlich vorhanden sind.

Das Vertrauen in einen Praktikanten ist sehr schnell dahin, wenn der Arbeitgeber dahinter kommt, dass der Bewerber sein Wissen beschönigt hat.