Dauer des Praktikums

Für viele Ausbildungen oder Studiengänge, die am Ende zu einer Übersetzungstätigkeit führen, gelten besondere Bestimmungen hinsichtlich der Dauer des Praktikums.

Häufig werden mindestens vier Wochen gefordert. Den meisten Arbeitgebern ist diese Zeit aber zu kurz.

Schließlich ist ein Praktikant erst nach einer gewissen Zeit der Einarbeitung eine wirklich Hilfe und Unterstützung im Unternehmen, daher sehen sie es lieber, wenn das Praktikum mindestens acht oder sogar zwölf Wochen dauert.



Doch nicht nur das Unternehmen profitiert von einer längeren Zeit der Beschäftigung eines Praktikanten.

Der Praktikant selbst bekommt natürlich viel mehr davon mit, was in einem Übersetzungsbüro im Alltag vor sich geht, welche Arbeiten auch in größeren zeitlichen Abständen erledigt werden müssen und welche Tätigkeiten auch einmal aufgeschoben werden können.
Deren Erledigung bekommt er bei einem längeren Praktikum dennoch mit.

In der Regel wird ein Praktikum in die Semesterferien gelegt. Nun gibt es aber einige Unternehmen, die ziemlich ausgelastet mit Praktikanten sind.
Sie empfehlen, sich für ein Praktikum außerhalb der Semesterferien zu bewerben.

Doch das will gut überlegt sein, denn immerhin läuft das eigentliche Studium weiter und wenn ein Semester durch ein Praktikum „verloren geht“, so ist dies am Ende schließlich bei der Gesamtdauer des Studiums zu sehen.

Anders ist die Lage, wenn das Praktikum zwar nicht in den Semesterferien liegt, aber dafür mit einem Aufenthalt im Ausland kombiniert werden kann.

Nirgendwo kann eine Sprache so gut geübt und im Alltag angewendet werden, wie in dem Land, in dem sie gesprochen wird. Das kommt einer späteren Übersetzungstätigkeit nur zu Gute, auch hinsichtlich eventueller Dialekte der Sprache.

Wer als Übersetzer damit werben kann, dass er auch Kenntnisse eines oder mehrerer Dialekte der jeweiligen Sprache beherrscht, hat auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen.
Diese Dialekte können aber nur im Land direkt erlernt werden.

Die Finanzierung eines solchen Auslandspraktikums ist allerdings häufig ein Problem. Hier sollte sich der Student frühzeitig über mögliche Finanzierungshilfen, zum Beispiel bei Deutschen Akademischen Auslandsdienst, informieren.